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Allergie

Allergiedesensibilisierung / Spezifische Immuntherapie (SIT)

 

Allergien nehmen bei Mensch und Tier immer mehr zu.
Der Leidensdruck der Patienten ist groß. Seit einiger Zeit gibt es jedoch verschiedene Methoden einer Desensibilisierung. Das Prinzip dieser Therapieform beruht darauf, den Körper langsam an die allergieauslösenden Stoffe zu gewöhnen.

Bei der klassischen Immuntherapie werden die zugrunde liegenden Allergene, die vorher mittels Blut- oder Hauttest herausgefunden werden, in einer speziellen, individuell für diesen Patienten hergestellten Lösung gemischt. Dieser Allergenextrakt wird regelmäßig in sehr starker Verdünnung injiziert. Zunächst erhält das Tier eine wöchentliche Injektion, dann wird auf größere Zeitintervalle (alle 4 Wochen) übergegangen. Die Konzentration der allergieauslösenden Stoffe steigert sich dabei allmählich bis zu einer Erhaltungsdosis.

Die Erfolgsaussicht der beschriebenen Methode liegt bei 60 – 80%, je nachdem wie schwerwiegend die Erkrankung ist (gegen wie viele Stoffe und wie stark das Tier allergisch reagiert, wie lange die Erkrankung bereits besteht und in welchem Alter sie auftrat).

Sie wirkt jedoch nicht bei Futtermittelallergien, da zum einen hier keine gesicherten Testmethoden existieren und zum anderen die Empfindlichkeit gegen Nahrungsmittel auf anderen Vorgängen im Körper beruht als die allergischen Reaktionen zum Beispiel auf Flohspeichel, Hausstaubmilbe, Pilz oder Pollen.

Bei der Futtermittelallergie wird die sog. Eliminationsdiät eingesetzt, d.h. das Tier bekommt ausschließlich nur eine Sorte Fleisch und eine Sorte Kohlenhydrate für mindestens 6-8 Wochen gefüttert. Diese Nahrungsbestandteile darf es zuvor noch nie erhalten haben. Im Anschluss an diese Phase werden nach und nach weitere Futtermittel-Bestandteile hinzugefügt, um herauszufinden, welche das Tier verträgt und welche nicht. Gegebenenfalls muss die Eliminationsdiät lebenslang eingehalten werden.

Je nach Ursache und Schweregrad lassen sich Allergien auch biologisch behandeln.